Richtlinien zur Nutzung von KI

„Hume Studies“ hat sich zum Ziel gesetzt, Originalarbeiten auf höchstem wissenschaftlichem Niveau zu allen Aspekten des Denkens von David Hume zu veröffentlichen. Die Zeitschrift gestattet einen durchdachten und verantwortungsvollen Einsatz von KI, der mit diesem Ziel im Einklang steht. Dieses Dokument benennt einige der wesentlichen Risiken, denen Nutzer von KI ausgesetzt sein können, und legt Richtlinien fest, die regeln, wie Autoren, Gutachter und Herausgeber der Zeitschrift KI nutzen dürfen.

Die Richtlinien zur Nutzung von KI dieser Zeitschrift werden jährlich von der Hume Society überprüft. Alle Beteiligten von „Hume Studies“ sollten regelmäßig nach Aktualisierungen suchen.

Neben ihrem Nutzen birgt der Einsatz der aktuellen Generation von KI-Tools erhebliche Risiken, die vom Verlust der Rechte am eigenen Werk über Ungenauigkeiten und Voreingenommenheit bis hin zur Beteiligung an ausbeuterischen Arbeitspraktiken und negativen Auswirkungen auf die Umwelt reichen. Zu den größten Risiken für Forscher zählen die folgenden:

·         Fehlende Verantwortung: KI-Tools sind keine Urheber, da sie keine Verantwortung für die von ihnen generierten Inhalte tragen.

·         Ungenauigkeit: Aktuelle KI-Tools können falsche Antworten liefern und erzeugen nicht immer Ergebnisse, die den Absichten ihrer Nutzer entsprechen.

·         Voreingenommenheit der Quellen: Sofern sie nicht mit institutionellen Datenbanken verknüpft sind (d. h. mit öffentlichen oder privaten Datenbanken, die nicht im Internet verfügbar sind), haben KI-Tools keinen Zugriff auf den umfangreichen Bestand an wissenschaftlichen Zeitschriften, die hinter Bezahlschranken liegen. Diese Abhängigkeit von Open-Source- und gemeinfreiem Material birgt ein zusätzliches Risiko der Voreingenommenheit. Nutzer müssen sich dieser Risiken bewusst sein und Maßnahmen ergreifen, um sie nach Möglichkeit zu mindern.

·         Löschung, Erfindung und „Halluzination“ von Quellen: Im Gegensatz zu herkömmlichen Suchmaschinen, die referenziertes Material zitieren, generieren aktuelle KI-Tools originäre Antworten auf Suchanfragen, indem sie das Internet nach (in der Regel nicht offengelegtem) relevantem Material durchsuchen und dieses Material anschließend mithilfe statistischer Skripte zu einer Antwort umformen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit die Suchanfrage beantwortet. Auch wenn die Antwort möglicherweise keinen menschlichen Autor oder keine menschlichen Autoren zitiert, handelt es sich bei dem Konzept wahrscheinlich um eine Abwandlung (möglicherweise eine gravierend falsche) dessen, was andere gesagt haben. Wenn menschliche Autoren zitiert werden, existiert möglicherweise keine solche Person oder keine solche Veröffentlichung dieser Person, oder falls doch, hat diese Person möglicherweise nie etwas Derartiges gesagt.

·         Verstöße gegen Vertraulichkeit und Datenschutz: KI-Tools können sich das Eigentumsrecht an den in sie hochgeladenen Inhalten aneignen. Das Hochladen eigener oder fremder Werke in KI-Tools kann die Vertraulichkeit anderer verletzen und Ihre eigenen Erwartungen hinsichtlich Vertraulichkeit und/oder Datenschutz zunichte machen.

·         Verstöße gegen geistiges Eigentum: KI-Tools können sich das Eigentumsrecht an den hochgeladenen Materialien aneignen. Handelt es sich bei dem Material um das Originalwerk eines Autors, könnte das Tool dieses Material zum Training verwenden (wodurch seine Antworten auf nachfolgende Anfragen beeinflusst werden), sehr großzügige Open-Access-Lizenzen (die eine Nutzung ohne Quellenangabe erlauben) auf das Material anwenden oder anderen (einschließlich „Hume Studies“) die Veröffentlichung untersagen, da dies die Rechte am geistigen Eigentum eines anderen verletzt und/oder die des Autors außer Kraft setzt.

I. Autoren
Autoren müssen jede Nutzung von KI-Tools stets offenlegen und dabei den Zweck, die Auswirkungen auf zentrale Argumente oder Schlussfolgerungen sowie die Strategie der menschlichen Überwachung angeben, mit der die Ergebnisse der KI kontrolliert werden. In den Offenlegungen muss ferner bestätigt werden, dass KI nicht zur Erstellung von Kerninhalten verwendet wurde. Die Offenlegungen müssen in den Hinweis zur KI-Offenlegung aufgenommen werden.

Bei der Erstellung und Einreichung ihrer Manuskripte sind die Autoren dafür verantwortlich, sicherzustellen, dass ihre (etwaige) Nutzung von KI-Tools die Originalität ihrer Arbeit nicht beeinträchtigt oder die Originalität anderer unerwähnt lässt. Den Autoren wird empfohlen, die Geschäftsbedingungen, Nutzungsbedingungen oder sonstige Bedingungen bzw. Lizenzen im Zusammenhang mit dem KI-Tool, das sie nutzen möchten, zu prüfen.

Autoren müssen mit der gebotenen Sorgfalt prüfen, ob etwas, das mithilfe von KI entdeckt wurde, von einem menschlichen Autor stammt, auf diese Quelle verweisen, sicherstellen, dass die Quelle korrekt wiedergegeben wurde, und Material weglassen oder korrigieren, das nicht auf diese Weise zugeordnet oder verifiziert werden kann. Autoren müssen außerdem sicherstellen, dass das von ihnen eingesetzte KI-Tool für den beabsichtigten Verwendungszweck geeignet und robust ist und dass die für dieses Tool geltenden Bedingungen ausreichende Sicherheitsvorkehrungen und Schutzmaßnahmen bieten, insbesondere in Bezug auf Rechte an geistigem Eigentum, Vertraulichkeit und Sicherheit.

KI-Tools dürfen nicht als Autoren zitiert oder aufgeführt werden.

Die zulässige Nutzung von KI-Tools beschränkt sich auf:
      grammatikalische oder orthografische Korrekturen an ursprünglich verfassten Texten
      die Bearbeitung einzelner Sätze im Manuskript, beispielsweise durch Befolgung von Empfehlungen zur Verbesserung der Barrierefreiheit, Klarheit oder Lesbarkeit, zur Wahl idiomatischer Formulierungen, zur Umformulierung umständlicher Sätze oder zur Reduzierung der Wortzahl
      die Formatierung von Datentabellen
      die Formatierung von Literaturangaben oder Zitaten
      Brainstorming von Ideen (vorausgesetzt, die anschließende Arbeit entspricht den Vorgaben der Zeitschrift hinsichtlich Originalität und Bedeutung)
      Durchführung einer ersten Literaturrecherche (vorausgesetzt, die Zitate werden vom Autor manuell unter überprüft)
      Übersetzung vereinzelter Sätze in Auszügen oder Zitaten, sofern nachstehend nichts anderes angegeben ist.

Zu den unzulässigen Verwendungszwecken gehören unter anderem:
      die Übersetzung von Texten, die – würden sie in der Originalsprache belassen – nicht ohne die Genehmigung des Autors oder des Verlags zitiert werden dürften
      das Erstellen von Literaturangaben oder Zitaten
      Erstellung oder Bearbeitung von Bildern
      das Erstellen oder Sammeln von Daten
      das Erstellen von Interpretationen, Analysen, Thesen oder anderen Kerninhalten.

 Im Falle von Unklarheiten oder Unsicherheiten hinsichtlich der Nutzung von KI sollten sich die Autor*innen an die Herausgeber wenden.

 Die Autoren sind dafür verantwortlich, sicherzustellen, dass ihre Manuskripte dieser Richtlinie entsprechen; „Hume Studies“ behält sich jedoch das Recht vor, Manuskripte abzulehnen oder Artikel zurückzuziehen, bei denen ein Verstoß gegen diese Richtlinie festgestellt wird. Dieses Recht auf Ablehnung bzw. Rückzug entbindet den Autor nicht von der Haftung für Verstöße gegen die Richtlinie und von seiner Verantwortung gegenüber „Hume Studies“ und der Öffentlichkeit.

 

II. Autoren von Buchbesprechungen
Autoren von Buchbesprechungen sind an die Richtlinien für Autoren gebunden.

Darüber hinaus dürfen Autoren von Buchrezensionen weder KI-Tools zur Erstellung von Zusammenfassungen der rezensierten Werke verwenden noch auf KI-generierte Zusammenfassungen dieser Werke zurückgreifen.

 

III. Gutachter
Gutachter dürfen keine Dateien, Bilder oder Informationen aus unveröffentlichten Manuskripten in KI-Tools hochladen, weder ganz noch teilweise. Beachten Sie die unter „Risiken“ aufgeführten Risiken hinsichtlich Vertraulichkeit und geistiger Eigentumsrechte.

Gutachter dürfen ihre eigenen Gutachten nicht in KI-Tools hochladen, auch nicht zum Zweck der Übersetzung oder zur Verbesserung der Lesbarkeit, da dies zur Offenlegung vertraulicher Informationen über das Manuskript und/oder die Autoren führen kann.

Gutachter dürfen keine KI-Tools zur Erstellung ihrer Gutachten verwenden.

 

IV. Herausgeber

Die Herausgeber halten sich an dieselben Offenlegungsgrundsätze, die für Gutachter gelten. Sie nutzen derzeit keine KI-Tools für die Bearbeitung, Begutachtung oder Redaktion von Einreichungen. Bitte beachten Sie, dass „Hume Studies“, wie andere führende wissenschaftliche Zeitschriften auch, auf maschinenlesbare Metadaten setzt, um die Auffindbarkeit seiner Inhalte zu verbessern. Darüber hinaus sind alle Bände vor den fünf jüngsten online öffentlich zugänglich.